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Rems-Murr-Kreis setzt ein dezentrales und niederschwelliges Corona-Testkonzept für Schulen und KiTas um

Rems-Murr-Kreis setzt ein dezentrales und niederschwelliges Corona-Testkonzept für Schulen und KiTas um
 
Kreisweites Angebot von Schnelltestungen für Lehrkräfte und Betreuungspersonal / Landkreis richtet zentrales Terminbuchungsportal ein / Apotheken und Arztpraxen können Software des Landkreises nutzen
 
Das Land Baden-Württemberg hat angekündigt, seine Teststrategie für Lehrkräfte und Betreuungspersonal mit Blick auf die bevorstehende Schulöffnung zum 21. Februar 2021 auszuweiten. Diese Personengruppe soll bis Ostern anlasslos zwei Mal pro Woche einen Corona-Schnelltest bei Apotheken oder ihrem Hausarzt durchführen lassen können. Auch die Einrichtung von kommunalen Testzentren wird noch zwischen den Ministerien diskutiert.
 
„Wir brauchen bis zum Schulstart in einer Woche Strukturen, die funktionieren. Test zu versprechen reicht nicht. Wir können nicht bis zum Schulstart diskutieren, deshalb starten wird bereits heute, damit die geweckten Erwartungen bei Lehrerinnen und Lehrern und auch dem Personal in den Kinderbetreuungseinrichtungen nicht enttäuscht werden. Es müssen zeitnah mehr niederschwellige Testmöglichkeiten bestehen“, betont Landrat Dr. Richard Sigel.
 
„Ich kann allerdings nur schwer nachvollziehen, dass wir eine Woche vor Schulstart erneut über die richtigen Testkonzepte für Schulen und KiTas diskutieren. Diese Situation gab es bereits nach den Herbstferien. Der Rems-Murr-Kreis hat daher bereits im Oktober letzten Jahres ein kommunales Testzentrum aufgebaut. Ich hatte zudem gefordert, dass – ähnlich wie für Reiserückkehrer nach den Sommerferien – verlässliche Strukturen für Corona-Tests in Schulen und KiTas aufgebaut werden. Leider wurde diese Forderung nicht erhört und kein landesweites Testkonzept umgesetzt. Es gilt jetzt erneut praktikable Lösungen zu finden“, so der Landrat weiter.
 
Der Landkreis ist in einer guten Position und kann insoweit auf funktionierenden Strukturen aufbauen. Die zentrale Ankereinrichtung für Corona-Schnelltests soll weiterhin das kommunale Corona-Schnelltestzentrum des Landkreises am Rems-Murr-Klinikum Winnenden bleiben. Dieses wurde bereits nach den Herbstferien 2020 in enger Abstimmung mit der Kreisärzteschaft und dem Staatlichen Schulamt eingerichtet. Dort wurden seither mehrere tausend Schnelltests durchgeführt. Zudem wurde von dort aus auch die kostenlose Corona-Testaktion zu Weihnachten gemeinsam mit dem DRK organisiert. Und seit vergangenen Herbst unterstützt das mobile Team regelmäßige Testungen in Heimen und Einrichtungen. Auch ein kostenloses Testangebot für mehrere hundert Wahlhelfer der Städte und Gemeinden bei der Landtagswahl ist bereits vom Team des kommunalen Schnelltestzentrums vorbereitet.
 
Ergänzt werden soll das Angebot jetzt um eine Online-Plattform, über die überall im Landkreis Lehrinnen und Lehrer sowie das Betreuungspersonal wohnortnah und dezentral Corona-Tests buchen können. Ein Angebot, das dann auch jederzeit auf andere Personengruppen ausgeweitet werden könnte - beispielsweise für kostenlose Testungen der Bevölkerung bei entsprechender Kostenübernahme von Bund und Land.
 
Die Kreisverwaltung richtet aktuell eine zentrale Internetseite ein, auf der die Schnelltest-Angebote digital gebündelt sind und über die man sich ab spätestens 21. Februar bequem online einen Testtermin in einer Apotheke oder Arztpraxis überall im Landkreis buchen kann.
 
„Mir ist es wichtig, dieses Angebot so niederschwellig und wohnortnah wie möglich aufzustellen und die Apotheken und Arztpraxen als Testende bestmöglich zu unterstützen“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Der Aufbau weiterer kommunaler Testzentren ist nach der Abstimmung mit der Ärzteschaft und Apotheken zunächst kein Thema, denn das Land hatte per Pressemitteilung explizit angekündigt, dass die Schnelltestungen durch Apotheken und Hausarztpraxen durchgeführt werden. Wir wollen zu diesen Angeboten nicht in Konkurrenz treten, sondern wir sind auch so gut durch die Pandemie gekommen, weil wir immer mit unseren Partnern zusammengearbeitet haben. Es kommt allein auf verlässliche Strukturen mit Blick auf die Schulöffnungen an. Zudem machen Parallelstrukturen auch deshalb wenig Sinn, weil diese schnell hinfällig werden könnten, sobald die ersten Selbsttests zugelassen sind.“
 
Das Portal bietet die Kreisverwaltung teilnehmenden Apotheken und Arztpraxen kostenlos an. Neben der Benutzerfreundlichkeit bietet es weitere Vorteile für die Testenden: Diese können ihr Terminangebot ganz einfach kostenlos auf dem Portal bereitstellen und Online-Buchungen bequem ermöglichen. Die telefonische Terminvereinbarung z.B. für die Arztpraxen entfällt damit  und entlastet. Das Testergebnis wird nach Eingabe in die Software dem Getesteten automatisch per E-Mail zugestellt. Es entstehen keine Wartezeiten für Menschen, die getestet werden, in der Apotheke oder Praxis.
 
Für die Kontaktpersonennachverfolgung bietet das Portal den Vorteil, dass alle Daten digital erfasst sind und so bei positiven Testergebnissen die Nachverfolgung sichergestellt ist Falsche oder nicht lesbare Kontaktdaten werden durch digitale Prozesse vermieden.
 
Apotheken und Arztpraxen, die Schnelltests anbieten, können sich ganz einfach bis zum 17. Februar 2021 unter dieser Seite registrieren: www.rems-murr-kreis.de/schnelltest
 
Voraussetzung ist lediglich, dass sie mindestens 30 Termine pro Woche anbieten – idealerweise in Terminblöcken – und einen internetfähigen Computer haben. Die Bedienung des Portals ist intuitiv und mit EDV-Grundkenntnissen möglich. Eine kurze Einführung in das Online-Portal wird durch das Landratsamt erfolgen.
 
Sollten sich nicht ausreichend Apotheken und Arztpraxen melden, würde das Angebote des Schnelltestzentrums in Winnenden ausgebaut, um Bedarfe abzudecken. Auch dies wäre dank der bestehenden Strukturen und mobilen Teams jederzeit möglich, ebenso die Anbindung kommunaler Testzentren von Städten und Gemeinden an das Online-Portal.