Die Glashütte
1245 als "Villa Juchese" erwähnt
Spiegelhütte errichtet
Im Jahre 1700 ließ der Herzog Eberhard Ludwig auf dem Boden des damaligen Juxwaldes oben auf dem Berg eine Glashütte bauen. Das Gebiet gehörte zum Eigentum des Klosters Steinheim. Der Ort wurde erstmals 1245 als „Villa Juchese“ erwähnt.
Da die Glashütte oben auf dem Berg unter dem ersten Pächter
H.J. Greiner sich schlecht entwickelte, bewarb sich 1705 der Spiegelmeister
Johann Georg Gundelach aus Darmstadt um die Pacht. Er konnte Kirchenrat und
Herzog so beeinflussen, dass noch im gleichen Jahr im Tal, wo die Wasserkraft
der Lauter zum Glasschleifen zur Verfügung stand, eine neue Hütte,
eine Spiegelhütte errichtet wurde, der der Herzog mit Dekret vom
1. September 1705 den Namen „Spiegelberg“ gab. So ist auch die Geschichte
des verhältnismäßig jungen Ortes Spiegelberg nicht zu trennen
von der Spiegelberger Glashütte.
Hüttenverwaltung
Die Hüttenverwaltung hatte bislang die Belange des Beschäftigten vertreten. Der Pächter Gundelach erwirkte für die in der Spiegelfabrik Beschäftigten Bodenzuteilung, was die Entwicklung der Siedlung beschleunigte. Der Zugang der Arbeitsuchenden war so stark, dass ab 1702 der Vogt von Marbach beauftragt wurde, die niedrige Gerichtsbarkeit auszuüben.
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